Station Berninahäuser (später Bernina Suot)
Diese Station hiess während der ganzen Ära Berninabahn "Berninahäuser". Erst 1944 wurde die Station in "Bernina Suot" umbenannt.
Das ursprüngliche Stationsgebäude der Berninabahn war ein einfacher Holzbau links vom bekannten Steinhaus.
Bereits 1910 wurde hier eine offene Drehscheibe für die Dampfschneeschleudern erbaut. Fünf Jahre später machte aber die Lawinengefahr den Bau einer Remise mit gedeckter Drehscheibe notwendig. Veränderungen erfuhr auch das einstige Beamtenhaus, das 1912 von Nicolaus Hartmann, der auch die gedeckte Drehscheibe entworfen hatte, im Stile eines Engadiner Hauses erbaut worden war. Zehn Jahre später wurde das Haus zum Stationsgebäude umgebaut, fünf Jahre später erweitert, 1992 durch ein Wartehäuschen ersetzt.
Sehr seltene Karte: Eben ist ein kurzer Zug von seiner langen Fahrt von Ospizio Bernina eingetroffen (Die Station Lagalb gab es damals noch nicht) und hält am bergseitigen Gleis.
Sehr gut erkennbar: Das Holzgebäude, das bekannte Steinhaus mit der Post und im Hintergrund die pittoreske Reihe der Berninahäuser vor der Kulisse des Piz Lagalb.
Hier eine sehr seltene Karte aus früher Zeit: Die gedeckte Drehscheibe der Berninabahn ist noch nicht erstellt.
Die Perspektive und der Aufnahmestandort der Karte ist sehr ungewöhnlich und ist mir in meiner langjährigen Sammeltätigkeit noch nie begegnet.
Wahrscheinlich war der Fotograf nicht so sehr an der Bahn interessiert, denn der gedruckte Text auf der Rückseitet lautet: "Berninahäuser mit Steinbockreservation am Piz Albris". Heute würde es wohl "...reservat" heissen.
Auf einer Auktion in Deutschland fand ich diese noch nie gesehene Postkarte. Sie wurde am 20.1.1928 abgeschickt und trägt auch den Poststempel von Berninahäuser.
Pittoreske Situation: Die Leute scheinen auf den Gegenzug zu warten - aber wo sollte dieser kreuzen?
Die beiden Stationsglocken waren der Hinweis auf den 3. Berninabahn-Wettbewerb.
Historische Berninabahn